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ich möchte Guch ja nur zuweilen an dieſem Teich ſehen und ſprechen. Sind wir doch eines Vaters Söhne.“
„Nein!“ erwiderte der vom Schalksberg,„das ginge ſchon nicht, denn es iſt nichts Einfältigeres als in Geſellſchaft zu fiſchen, es verjagt immer Einer dem Andern die Fiſche. Wollen wir aber Tage ausmachen, etwa Montag und Donnerſtag Du Kuno, Dienſtag und Freitag Wolf Mittwoch und Sonnabend ich— ſo iſt es mir ganz recht.“
„Mir nicht einmal dann,“ rief der finſtre Wolf. „Geſchenkt will ich nichts haben und will auch mit Niemand theilen. Du haſt Recht, Kuno, daß Du uns den Weiher anbieteſt, denn wir haben eigentlich alle Drei gleichen Antheil daran, aber laſſet uns darum würfeln, wer ihn in Zukunft beſitzen ſoll; werde ich glücklicher ſein als Ihr, ſo könnt Ihr immer bei mir anfragen, ob Ihr fiſchen dürfet.“
„Ich würfle nie,“ entgegnete Kuno, traurig über die Verſtocktheit ſeiner Brüder.
„Ja freilich,“ lachte der kleine Schalk,„er iſt ja gar fromm und gottesfürchtig, der Herr Bruder, und hält das Würfelſpiel für eine Todſünde. Aber ich will Euch was anders vorſchlagen, woran ſich der frömmſte Klausner nicht ſchämen dürfte. Wir wollen uns
Angelſchnüre und Haken holen, und wer dieſen Mor⸗
gen, bis die Glocke in Zollern zwölf Uhr ſchlägt, die meiſten Fiſche angelt, ſoll den Weiher eigen haben.“* „Ich bin eigentlich ein Thor,“ ſagte Kuno,„um das noch zu kämpfen, was mir mit Recht als Erbe zugehört. Aber damit Ihr ſehet, daß es mir mit


