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Die alte Roſe nickte den Takt mit dem Kopfe und ſummte den Chorus leiſe, leiſe mit, und Freude und Stolz blickte aus den Augen der Apoſtel. Und als ich geendet, drängten ſie ſich zu, drückten mir die Hände, und Andreas hauchte einen Kuß auf meine Lippen.
„Doktor!“ rief Bachus,„Doktor, welch ein Lied! Wie geht einem da das Herz auf! Herzensdoktor, haſt Du das Lied gedichtet in Deinem eigenen graduirten Gehirn?“
„Nein, Euer Exeellenz! ſolch ein Meiſter des Ge⸗ ſanges bin ich nicht. Aber den, der es gedichtet, haben ſie längſt begraben; er hieß Matthias Claudius!“
„Sie haben— einen guten Mann begra⸗ ben,“ ſagte Paulus.„Wie klar und munter iſt dies Lied, ſo klar und helle wie echter Wein, ſo muthig und
munter wie der Geiſt, der im Weine wohnet und gewürzt
mit Scherz und Laune, die wie ein würziger Duft aus
dem Römer ſteigen; der Mann hat gewiß verſtanden,
welch gutes Ding es um ein Glas lautern Weines iſt.“
„Herr, er iſt lange todt, das weiß ich nicht, aber ein anderer großer Sterblicher hat geſagt:„„Guter Wein iſt ein gutes, geſelliges Ding, und jeder Menſch kann ſich wohl einmal von ihm begeiſtern laſſen!““ Und ich denke, der alte Matthias hat auch ſo gedacht
unter guten Freunden, hätte ja ſonſt ſolch ein ſchönes
Lied nicht machen können, das noch heute alle fröhli⸗ chen Menſchen ſingen, die im Rheingau wandeln oder edlen Rheinwein trinken.“
„Singen ſie das?“ rief Bacchus.„Nun ſeht, Dok⸗ tor, das freut mich, und ſo gar miſerabel muß Euer
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