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„Und wozu kann ich Ihnen dienen?“ fragte der Major,„wennich nicht irre, wollten Sie mich aufſuchen.“ „Richtig, das war es, warum ich kommen wollte,“ entgegnete Jener nach einigem Nachſinnen.„Sophie weiß, daß Sie mein Freund ſind, ich habe ihr ſchonfrüher von Ihnen erzählt, hauptſächlich die Geſchichte von der Berezinabrücke, wo Sie mich zu ſich auf den Rappen nahmen. Sie hat geſtern mit Ihnen geſprochen und von Othello, nicht wahr? Die Fürſtin will nicht zugeben, daß er aufgeführt werde, wegen irgend eines Mährchens, das ich nicht mehr weiß.“—
„Sie waren ſehr geheimnißvoll damit,“ unterbrach ihn der Freund,„und wie mir ſchien, wird es die Für⸗ ſtin auch nicht zugeben.“
„Und doch; ich habe ſie durch ein Wort dahin gebracht. Die Prinzeſſin bat und flehte, und das kann ich nun ein⸗ mal nicht ſehen; ohne daß ich ihr zu Hülfe komme; ich nahm alſo eine etwas ernſte Miene an und ſagte: ſon⸗ derbar iſt es doch, wenn ſo etwas ins Publikum kommt, iſt es wie der Wind in den Geſandtſchaften, und kam es einmal ſo weit, ſo darf man nicht dafür ſorgen, daß es in acht Tagen als Chronique scandaleuse an allen Höfen erzählt wird. Die Fürſtin gab mir Recht; ſie ſagte, wiewohl mit ſehr bekümmerter und verlegener Miene, zu, daß das Stück gegeben werden ſolle; doch
als ſie wegging, rief ſie mir noch zu: ſie gebe das Spiel
dennoch nicht verloren, denn wenn auch Othello ſchon auf dem Zettel ſtehe, laſſe ſie die Desdemona krank werden.“
„Das haben Sie gut gemacht!“ rief der Mlaie
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