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ausſprechen! Was kann dieſer junge Mann dafür, daß ſein Vater reich iſt? Beträgt er ſich denn aufgeblaſen? Macht er Anſprüche auf ſeinen Reichthum? Ich ſagte es ja vorhin nur ſo in der übereilung.“
„Nein, das thun ſie nicht, die Willis,“ antwortete nach einer Pauſe der Alte.„Das iſt noch ihre gute Seite. Aber das macht ihn nicht beſſer. Seine Grund⸗ ſätze ſind es, die ich haſſe; er iſt mein bitterſter Feind!“
„Wie wäre dies möglich?“ erwiderte Rantow beruhi⸗ gend.„Wie könnte er Ihr perſönlicher Feind ſein!“
„Was perſönlicher Feind!“ rief Thierberg heftiger. „Solche Feindſchaft kenne ich nicht, und mein Feind müßte ein Anderer ſein, als dieſer Knabe; aber ein Tod⸗ feind bin ich all dieſem Weſen, dieſen Neuerungen, die⸗ ſem Deutſchthum, Bürgerthum, Kosmopolitismus, und welche Namen ſie dem Unſinn geben mögen, und deſſen treueſter Anhänger eben dieſer junge Menſch da iſt. Das ganze erſte Viertel des neunzehnten Jahrhun⸗ derts hatte den verdammten Geſchmack dieſes Unweſens und man wird ſehen, wohin es im jetzigen kömmt, wenn dieſe Menſchen und ihre Geſinnungen um ſich greifen; aber, ſo wahr Gott lebt, man ſoll von dem letzten Thierberg nicht ſagen können, daß er in ſeinen alten Tagen einem dieſer Weltverbeſſerer die Hand zur Un⸗ terſtützung gereicht hätte!“
„Aber, Oheim,“ fiel Albert ein, dem es in dieſem entſcheidenden Augenblick keine Sünde däuchte, gegen ſeine eigene uͤberzeugung zu ſprechen,„gibt es denn in dieſem Jahrhundert auch nur eine Familie, die nicht, wenn man ſie einzeln durchginge, die verſchiedenſten


