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„Hat ſie machen laſſen?“ rief die Geſellſchaft.
„Wer wagt dies zu ſagen?“ ſchrie der Doktor, in⸗ dem er bleich und athemlos aufſprang..
„Nun, leider Derjenige ſelbſt, der ſie Ihnen ver⸗ fertigt hat,“ antwortete Rempen mit großer Ruhe, „der Magiſter Bunker; er logirt oben in Ihrem Hauſe.“
Der entlarvte Dichter verſuchte noch einige Worte zu ſprechen; er war anzuſehen, wie der Kopf eines Enthaupteten; die Augen drehen ſich noch, die Lippen ſcheinen Worte zu ſprechen, aber der Geiſt iſt entflohen, der dieſen Organen Leben gab. Eilig drängte er ſich dann durch den Kreis, ſtürzte nach ſeinem Hut und verließ den Saal und die vor Verwunderung verſtummte Geſellſchaft.
„Iſt es denn wahr?“ ſprach endlich die von Angſt
und Sorge erbleichte Eliſe, indem ſie den Stallnteiſter ſehr ernſt anſah.
„Gewiß, mein Fräulein!“ erwiderte dieſer lächelnd. „Ich würde der Geſellſchaft dieſe Scene erſpart haben, aber ich war zu tief über die freche Stirne erbittert, womit dieſer Menſch mich und Sie alle hinterging. Doch hören Sie von dem wunderlichen Mann, der ihm alles dichtete.“
Man ſetzte ſich ſchweigend, und Rempen erzählte; während ſeiner Erzählung ſchlich ſich der Redakteur der Blätter für belletriſtiſches Vergnügen aus dem Saal, ihm folgten ſeine Genoſſen, beſchämt und ergrimmt über ſich, den Doktor und die ganze Welt. Der Geſell⸗ ſchaft aber gereichte die Erzählung des Stallmeiſters zu nicht geringem Vergnügen. Die gute Stimmung


