„Laßt ſie mit Stückkugeln ſchießen, Don Pedro,“ rief der junge Mann mit freudig verklärten Zügen, ſie bleibt 3ie ſie bleibt bei mir.“
„Was höre ich?“ erwiderte Jener ſehr ernſt.„Ich will nicht hoffen, daß dies ſo iſt, wie der Cavalier ſagt; Du wirſt Deinem Verwandten folgen, Joſephe!“
„Nein!“ rief ſie muthig,„als ich dort oben auf dem Rand der Schaluppe ſtand und hinausſah auf dieſe Fluten, die mich von ihm trennen ſollten, da ſtand feſt in mir, was ich zu thun habe; meine Mutter hat mir
den Weg gezeigt; ſie iſt einſt dem Manne ihres Her⸗
zens in die weite Welt gefolgt, hat Vater und Mutter verlaſſen aus Liebe; ich weiß, was auch ich zu thun habe; hier ſteht der, dem meine arme Mutter ihre letz⸗ ten ſüßen Stunden, dem ich Leben, Ehre, Alles ver⸗ danke, und ich ſollte ihn verlaſſen? Grüßet die Gräber meiner Ahnen in Valencia, Don Pedro, und ſaget ihnen, daß es noch Eine aus dem Stamm der Tortoſi gibt, der die Liebe höher gilt, als das Leben!“
Don Pedro wurde weich.„So folge Deinem Her⸗
zen, vielleicht es rathet Dir beſſer als ein alter Mann;
ich weiß Dich zum mindeſten glücklich in den Armen dieſes edlen Mannes, und ſein hoher Sinn bürgt mir dafür, daß ihm unſere Ehre nicht minder hoch als die ſeine gilt. Aber Don Fröbenio, was werden Sie zu
Ighren ſtolzen Verwandten ſagen, wenn Sie dieſes Kind
mit muthigem Geſicht, indem er Jenem die eine Hand
des Elends vorſtellen? Gott! Werden Sie auch den Muth haben, den Spott der Welt zu ertragen 2
„Fahre wohl, Don Pedro,“ ſagte der junge Mann


