Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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Bilde, und der Alte gewann den jungen Mann durch ſein beſcheidenes, aber beſtimmtes Urtheil, durch ſeine liebenswürdige Offenheit, durch ſein ganzes Weſen, das ſeine Erziehung, treffliche Kenntniſſe und einen für dieſe Jahre ſeltenen Takt verrieth, immer lieber. Der Alte war fremd in dieſer Stadt, er fühlte ſich einſam, den⸗ noch war er der Welt nicht ſo ſehr abgeſtorben, daß er nicht hin und wieder einen Menſchen hätte ſprechen mögen. So kam es, daß er ſich unvermerkt näher an den jungen Fröben anſchloß; zog ihn ja dieſer auch da⸗ durch ſo unbeſchreiblich an, daß er ein theures Gefühl mit ihm theilte, nämlich die Liebe zu jenem Bilde.

So kam es, daß er den jungen Mann auf dem Spaziergang gerne begleitete, daß er ihn oft einlud, ihm Abends Geſellſchaft zu leiſten. Eines Abends, als der Speiſeſaal im König von England ungewöhnlich gefüllt war und rings um die Beiden fremde Gäſte ſaßen, ſo daß ſie ſich im traulichen Geſpräche gehindert fühl⸗ ten, ſprach Don Pedro zu ſeinem jungen Freund: Seüor, wenn Ihr anders dieſen Abend nicht einer Dame verſprochen habt, vor ihxem Gitter mit der Laute zu er⸗ ſcheinen, oder wenn Such nicht ſonſt ein Verſprechen hindert, ſo möchte ich Euch einladen, eine Flaſche echten Pimenes mit mir auszuſtechen auf meinem Gemach. Sie ehren mich unendlich, antwortete Fröben,

mich bindet kein Verſprechen, denn ich kenne hier keine Dame, auch iſt es hieſigen Orts nicht Sitte, Abends

die Laute zu ſchlagen auf der Straße, oder ſich mit der Grliebten am Fenſter zu unterhalten. Mit Vergnügen werde ich Sie begleiten. 3

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