Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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mich in ſein Reich abzuholen. Endlich fuhr eines Abends ein Wagen vor unſerm Hauſe vor.Das iſt Dein Onkel, rief der Vater; ich flog hinab, breitete meine Arme aus nach meinem Erretter grauſame Täu⸗ ſchung! Es war der Mann mit den Fünffrankenſtücken.

Ich war beinahe bewußtlos in jenen Augenblicken, aber dennoch vergeſſe ich die teufliſche Freude nie, die aus ſeinen grauen Augen blitzte, als er mich hoch auf⸗ gewachſen fand; moch imgter klingt mir ſeine krächzende Stimme in den Ohren:Jetzt biſt Du recht, mein Täubchen, jetzt will ich Dich einführen in die große Welt. Er faßte mich mit der Hand, mit der andern warf er einen Geldſack auf den Tiſch; der Sack fuhr auf, ein glänzender Regen von Silber⸗ und Goldſtücken rollte anf den Boden; meine drei kleinen Geſchwiſter und der Vater jubelten, rutſchten auf dem Boden umher und laſen die Stücke auf, es war mein Kaufpreis.

Schon den folgenden Tag ging es nach Paris. Der hagere Mann(ich vermochte es nicht, ihn Onkel zu nennen) predigte mir beſtändig vor, welch glänzende Rolle ich in ſeinen Salons ſpielen werde. Ich konnte mich nicht freuen, eine Angſt, eine unerklärliche Bangig⸗ keit waren an die Stelle meiner Freude, meines Glückes getreten. Vor einem großen erleuchteten Hauſe hielt der Wagen; wir waren in Paris. Zehn bis zwölf ſchöne, allerliebſte Mädchen hüpften die breiten Trep⸗ pen herab uns entgegen. Sie herzten und küßten mich, und nannten mich Schweſter Guiſeppa; ich fragte den Hagern: Sind dies Ihre Töchter, mein Herr?Oui, mes bonnes enfants, rief er lachend, und die

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