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men einen gewichtigen Klang auf deutſchen Lippen zu geben? War es nicht, als ob er im Gefühl des nahen Scheidens in den Kreis weniger Stunden und Tage den Werth und das Glück eines ganzen, langen Men⸗ ſchenlebens zu feſſeln ſuchte? Es iſt ihm geworden; ſein Leben iſt der ſchönſten Gedichte eines, die er uns geſun⸗ gen. Es ward ihm geſchenkt mit allen ſeinen Bildern und Träumen, Genüſſen und Wonnen von der ewigen Liebe! Es mußte, wenn es dieſe ungetrübte Klarheit vor unſern Blicken, dieſen vollen Werth für ihn ſelbſt behalten ſollte, ſchnell vorüber gehen, nach dem Geſetze der Natur, wornach die ſeltenſten und ſchönſten Blumen die Erſcheinung nur weniger Stunden ſind. Es mußte bewahrt werden das Herz, das noch keine Wunde gefühlt, der heitere Muth, den noch kein Sturm gebrochen hatte. Wir danken Dir, heiliger Gott, für dieſes Leben unſers Freundes. Wir ahnen und preiſen Deinen Rathſchluß bei ſeinem Tade. Droben im Vaterlande der Geiſter, über die Gegenſätze dieſes irdiſchen Lebens erhaben, dem höchſten und ewigen Berufe hingegeben, lebt er und ſieht lächelnd herab auf unſere Liebe, und Du trockneſt durch ſtilles Andenken an ihn die Thränen derer, die ſeinem Herzen die Nächſten ſind, und läſſeſt über der dunkeln Gegenwart die Wolken ſich zertheilen und gibſt Deinen Frieden der Wittwe, die, den verwai⸗ ſeten Liebling an ihr banges Herz drückend, von Dir allein, der Du die Liebe biſt und alles Lebens Quelle, ihren Troſt erfleht!
Laßt uns denn hingehen mit einer ſtillen Trauer⸗ mit einer Ergebung, ſeiner Liebe und unſeres Glaubens


