Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1846) Sämmtliche Werke
Entstehung
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gen Lebens, und einen ſehr ungründlichen Angriff auf Goethe und ſeinen Fauſt nahm der junge Mann, dem es nichts koſtete, Fehler, die er eingeſehen, auch einzu⸗ geſtehen, ſpäter, ſo viel er konnte, ſogar öffentlich zurück. Inzwiſchen iſt eben dieſe Scene, durch das Burleske der äußern Darſtellung, ſo eigenthümlich komiſch, daß ſie, obgleich der Verfaſſer ſelbſt ſie gewiſſermaßen verdammt hat, dem Publikum, deſſen Eigenthum ſie einmal iſt, doch nicht mehr entzogen werden durfte. Etwas anders iſt es mit verſchiedenen kleineren Ausbrüchen des jugend⸗ lichen Muthwillens in dieſem Werke und den folgenden. Solche hat der verewigte Verfaſſer zum Theile ſelbſt in den zweiten Auflagen mit richtigem Gefühl und erſtark⸗ tem ſittlichem Takte zu unterdrücken angefangen, und ich habe, als Ordner ſeiner Werke, das Geſchäft, das er ſelbſt einmal in dieſer Beziehung begonnen hatte, im Ein⸗ verſtändniſſe mit den vertrauteſten Freunden des Ver⸗ ewigten in ſeinem Sinne fortgeſetzt, und jene üppigen Ranken eines urſprünglich lautern, und in ſeinem Kerne geſunden Geiſtes im Intereſſe des Verſtorbenen eben ſo ſehr, als dem des Publikums mit aller Schonung des Weſentlichen auszuſchneiden keinen Anſtand genommen.

Jene Satansmemoiren verſchafften dem Verfaſſer ſchnell einen ausgebreiteten Ruf, der Beifall ſetzte ſeine Feder in raſchere Bewegung, das geſellige Leben, das ſich vor ſeinen Blicken kürzlich in weiterer Ausdehnung eröffnet hatte, forderte ihn zu leichteren und bequeme⸗ ren Darſtellungen auf, die ſeiner Beobachtungsgabe und ſeinem ſeltenen Talente für den modernen Sty!l ſo leicht wurden. Was Wunder, daß er gus ſeiner idealen