Teil eines Werkes 
2. Theil (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

7

Entſagen, und die vernichteten Wuͤnſche eines gan⸗ zen liebeleeren Lebens, des Vaters truͤbe Stirn noch mehr fuͤrchtend, beſchloß er endlich noch einmal die Zuͤgel ſeines Schickſals zu ergreifen, und auf

Italiens kunſtgeweihtem Boden ſich ein neues,

ach, den fruͤheren Glanzfluthen ſeiner hochbegluͤck⸗ ten Zukunft ganz entfremdetes Loos zu bilden. Nicht eignes Wollen allein trieb ihn damals von der Seite der hochgeliebten Eltern; feindliche und freundliche Maͤchte hatten ſich in ſeinen Willen getheilt, und wenn es ſchien, als haͤtten ſeine Wuͤnſche einen Bund mit der Nothwendigkeit geſchloſſen, ſo war es nur, weil es ihn unaus⸗ ſprechlich aͤngſtete, dem edlen Vater gegenuͤber, ein Geheimniß zu bewahren, das das Gluͤck und die Aual ſeines Lebens ausmachte.

So ſchied denn der ſtille Sohn, ohne nur einmal das wunde, zerrißne Herz dem vaͤterlichen Freunde erſchloſſen zu haben, aus den Armen einer geliebten Familie, auf ſcheinbar kurze Trennung.

Er druͤckte dadurch einen neuen Stachel in das

ſchmerzbewegte Gemuͤth der trauernden Eltern, denen das ſchoͤne Land, welches uns ſo treu die