190
dem Heiligthum auszuſtrecken, ſogleich faͤllt die
goldne Faſſung in Staub, und was wir dann noch mit kraͤftigem Nachdruck vertheidigen, iſt — unſere Eitelkeit!
Als der Wagen vor dem Malthenſchen Hau⸗ ſe hielt, trat Emmo eben heraus, um in Ed⸗ wins Wohnung, wegen des Bildes, das er gern, ſo bald als moͤglich, ſein genannt haͤtte, zu ver⸗ kehren. Die Ankunft der Damen aͤnderte ſeinen Vorſatz. Er half ihnen aus dem Wagen, und frug beſcheiden nach dem Gegenſtand ihres heuti⸗ gen Morgenbeſuchs; worauf Leontinchen, herzlich froh uͤber das erlebte kleine Abenteuer einmal mit jemand, der noch gar nichts davon wußte, plaudern zu koͤnnen, ſich ſchon bereit machte, ihm eine recht genuͤgende Antwort zu geben, als die Graͤfin, fuͤrchtend, die Scene mit dem jungen Bildhauersſohn moͤchte in dem Munde des ſchel⸗ miſchen Maͤdchens nicht ganz ſo aͤſthetiſch wie⸗ der gegeben werden, als ſie durchgeſpielt war, den Strom ihrer Rede mit einem gebietenden Wink abſchnitt, und den allezeit gefaͤlligen Stief⸗ ſohn bat, mit ihr Muſik zu machen, um nur
— ——


