Frau, ſtand tief gebeugt im Kreiſe ihrer Unterge⸗ benen, und verſuchte mit gebrochner Stimme ſie zu troͤſten. Endlich wendete ſie ſich auch zu einem ſehr jungen Maͤdchen, in deſſen zarten Geſichtszuͤgen noch eine ſchoͤne Miſchung von hol⸗ der Kindesunſchuld und jungfraͤulicher Schuͤchtern⸗ heit erſchien; legte ihr ſanft die Hand aufs ge⸗ ſenkte Haupt, und ſagte mit beruhigenden Toͤnen: „Auch Du, meine gute Theophilie, wirſt nicht ganz verlaſſen ſeyn. Fuͤr's Erſte begleiteſt Du mich in meine neue Zuruͤckgezogenheit, und dann gelingt es mir wohl, Dir Freunde in der Welt zu erwecken, da man Dich aus dem Aſy⸗ le ſtoͤßt, wo Du allein ihrer entbehren konnteſt.“
Der Praͤſident heftete ſein dunkles forſchen⸗ des Auge auf die feine, blaſſe Geſtalt, die nicht wagte, das Ihrige vor ſo vielen fremden Blicken
empor zu richten, und fragte mit einer artigen
Wendung gegen die Aebtiſſin:„Auch eine zu⸗ kuͤnftige Braut des Himmels?“
„Ein Schuͤtzling deſſelben vielmehr, entgeg⸗ nete Jene bedeutend. Als zartes Kind ſchon nah⸗ men dieſe Mauern die Verwaiſte auf. Es koſte⸗
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