Edwina naht mit kloͤſterlichem Zagen, Sie ſucht noch einmal Schutz und Schirm bei Dir. Wirſt Beides Du der Schuͤchternen verſagen,
Und zuͤrnſt Du auch, daß ich ſie ſandte, mir?
Doch nein! Du kannſt nicht zuͤrnen, nur vergeben, Edwina's Werth durch Deine Guͤte heben.
Ein Stuͤndchen nur, im abendlichen Kreiſe,
Geweiht der Muſen ſinnigem Verkehr,
Erbittet ſich mein armer Schuͤtzling leiſe.,
Dein Herz verbuͤrgt mir freundliche Gewaͤhr.
Du weinſt ſo gern in Deiner Freunde Klagen,
Nur eignes Weh' kannſt Du mit Faſſung tragen.
Was ein Gemuͤth, ſo rein, ſo unverſchuldet, Geſtaͤhlt durch ſeines Glaubens innre Kraft,
Mit ſanftem Ernſt, mit ſtiller Wuͤrde duldet,
Noch unentweiht von ird'ſcher Leidenſchaft:
Das darf Edwina Dir nicht erſt enthuͤllen,
Dir ward der Muth, das Gleiche zu erfuͤllen. 1


