verwahrloſeten Frau ſich auf ihre Tochter vererbt haben koͤnnte. Laß mich ganz ausreden, mein Sohn! Johanna iſt gewiß gut und liebenswuͤr⸗ dig— allein, man ſagt: der Apfel faͤllt nicht weit vom Stamme; daher bewahre Deine kuͤnf⸗ tige Frau wie Deinen Augapfel. Widme ihr Deine Erholungsſtunden, die liebende Enge des Zuſammenlebens ſchuͤtzt vor dem Daͤmon, der ſich uͤberall eindraͤngt, wo er ein luͤckenhaftes Verhaͤltniß findet. Sollteſt Du, wenn Pega⸗ ſus ſich frei in die Luͤfte ſchwingt, Dir etwa ein Steckenpferd zulegen wollen: ſo halte es weislich im Zaum; doch am beſten waͤre es, Du warteteſt, bis ein kleiner Bube, mit Dir, dem Vater, um die Wette ritte.— Haſt Du mich verſtanden, Sardino? Du ſchweigſt, und Dein Blick ſtarrt nach der Thuͤre?“—
Sardino ſah mit geweihtem Auge eine hehre Geſtalt langſam entſchweben, und er dachte:„Du fuͤllteſt mir die Bruſt mit Wonn⸗ und ſanftem Harme— o Muſe, lebe wohl!“ Er blieb ſtumm, und ein ernſtes Gefuͤhl beſchlich ihm die Seele.


