gekleidet waͤre, und legte ſich noch im halben Anzuge nieder. Bald darauf drang Geraͤuſch von Auſſen in die webende Stille des Schlum⸗ mers, Thuͤren wurden geoͤffnet, und Schritte in der ſchweigenden Ruhe des Hauſes hoͤrbar; aber die Wittwe, in der Gewalt des erſten Schla⸗ fes befangen, ward nicht davon erweckt. Ihre Pulſe gingen voll und fluͤchtig, und die Klappe des Herzens ſchlug ſtaͤrker noch.
Nach einer Weile, im Zeitmaaße der Traum⸗ welt ein ganzes Leben vielleicht— wachte ſie auf, konnte aber nicht frei athmen: denn ein erſtickender Dampf fuͤllte das Zimmer. Im er⸗ ſten Schrecken befuͤrchtete ſie das glimmende Un⸗ gluͤck des Feuers. Sie ſprang eilends auf, ſah aber bald, daß der Qualm, der lange ſchon um⸗ hergezogen ſeyn mogte, aus einer Ritze des Ofens draͤnge, und von erſtickten Kohlen herruͤhre, denen der Blaſebalg des Windes friſchen Odem gab. Es leuchtete ihr jedoch ein, daß ſie ohne Gefahr ſich zu ſchaden, hier nicht aushalten koͤnne. So nahm ſie ein Kiſſen unter den Arm,


