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Tante und Nichte
Entstehung
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leicht ein Wuͤſtling waͤre, dem ein ſittliches Maͤdchen fern bleiben muͤſſe, wie nahe das Verhaͤltniß zu ihm auch immer ſeyn moͤgte. Das große, braune Auge des Juͤnglings war jedoch nicht der Spiegel roher Leidenſchaften. Offen und klar um ſich ſchauend, ließ es auf den Grund eines Gemuͤthes blicken, in deſſen reiner Tiefe kein Schlamm war. Kein roͤth⸗ licher Kreis umſchrieb den Bezirk, wo die Opfer dem Bachus dargebracht, in wilden Flammen vergluͤht waͤren kein truͤber Schleier, der Orgien verhuͤllte, denen er bei⸗ gewohnt haͤtte, lag uͤber dieſen hellen Sternen. In der Haltung des Alexis verſchmolz eine bur⸗ ſchikoſe Unbefangenheit, gehalten durch einen natuͤrlichen Anſtand, der ein angebohrener Adel der Sitten ſchien mit unbewußtem Stolze, um ſeiner Erſcheinung das Gepraͤge der Furcht⸗ ſoſigkeit zu geben, welche als ein ſichtbarer Ab⸗ druck vom Rechte, die gute Meynung fuͤr ſich einnimmt, und die boͤſe niederhaͤlt.

Phoͤbe ſchuͤttelte unmerklich den Kopf; der

Better war gewiß ein guter Menſch! Sie haͤtte