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Tante und Nichte
Entstehung
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druͤckende Gewalt der Überhebung legte ſich la⸗ ſtend um ihre freie, frohe Seele.Ich werde es hier nicht ertragen koͤnnen dachte ſie, und erleichterte den Centner der Angſt, der ſich auf ihre Bruſt gewaͤlzt, durch einen tief ausathmenden Seufzer. Sie trat ans Fenſter; der Himmel war ſo klar! ſo heiter! nur eine beglaͤnzte Wolke ſchwamm im blauen Meere des Äthers, uͤber der Gegend, wo Goldbrunn liegen mußte. Phoͤbe ſah mit troſtloſen Blik⸗ ken zu der Wolke auf, die ihr wie das zerriſ⸗ ſene Schoͤnfahrſegel von dem geſcheiterten Schifflein ihres Gluͤckes vorkam; ein Spiel der Luͤfte, flatterte es noch uͤber der verhaͤng⸗ nißvollen Stelle, wo ihre jugendlichen Freu⸗ den in einen bodenloſen Abgrund verſunken waren. Die Tante kam zuruͤck, und wollte nun der Nichte das ihr beſtimmte Zimmer anweiſen. Phoͤbe fand das nette Gemach geraum genug fuͤr ihre ſtillen Wuͤnſche, ſich zuweilen in ru⸗ higem Selbſtgenuß hier erholen zu koͤnnen, wenn das Zuſammenleben mit fremdartigen