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falte auch die Triebe des Berufs und öffne die Blüthe der Rede in einem verſchloſſnen Munde.⸗
Es wurden, da Herrmann von ſeinem Vor⸗ ſatz nicht abzubringen war, ſeine angeborne Blö⸗ digkeit zu beſiegen, Uebungen in freien Vorträ⸗ gen gehalten, bei denen Adolar, obwohl ungleich jünger als ſein Pflegebruder, ein rhetoriſches Talent entwickelte. Dieſes fördernde Mittel ward, wie unſere Leſer wiſſen, auch dann noch fortgeſetzt, als Herrmann, an dem die Zuver⸗ ſicht des väterlichen Freundes ſich bewährte, ſei⸗ ner Beförderung zum Amte nahe war, und die beiden jungen Männer, die ſich wie Brüder lieb⸗ ten, ihren Lehrer am Orte ſeiner Beſtimmung
beſuchten, wo Adolar, genannt Lind, zum Preiſe
ſeiner Rede ein ſchönes Herz gewann. Adolar huldigte mit Begeiſterung der Kunſt
und Wiſſenſchaft, und hegte den jugendlichen
Stolz, ihnen allein, was das Leben ſchmückt und nährt, verdanken zu wollen. Sein Ideal von
Unabhängigkeit war eine reine Idee, abgezogen
von allen gährenden Stoffen. Der leiſe Ekel ſeiner Mutter gegen den Genuß des Reichthums,
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