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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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379 alte Mann in einem Wirthshauſe an der Straße, von einem verſchmitzten Weibe, was ſich zu ihm geſellt, rein ausgeplündert worden. Die Wir⸗ thinn erzählte unter Thränen dem reichen Kauf⸗ herrn, der öfterer dort einſprach: das Unglück, welches den emeritirten Geiſtlichen betroffen, und die ergreifende Gleichgültigkeit womit er es er⸗ trage. Der Jouvelier nahm ſich ſeiner an und handelte an ihm als ein Samariter. So führte er Fluch und Segen in Einem Wagen mit ſich heim. Er pflegte dieſen Lehrer einer Religion, zu der er ſich nie im Geiſt und in der Wahrheit bekannt, nicht minder des zarten Sprößlings einer gebro⸗ chenen Blume und zugleich der Saat des Bö⸗ ſen, die ihm wuchern ſollte. Als der Expaſtor im frömmſten Frieden entſchlief, ließ der Jouve⸗ lier ihn begraben, und neidete dem Armen die hei⸗ lige Ruhe, der nicht hatte, wohin er ſein ehrwür⸗ diges Haupt legte. Die Hölle, in der er nur noch kurze Zeit lebte, ward zu einer hitzigen Krank⸗ heit. Jener Waiſenknabe war ſein Vermächtniß an den Baron, ſein theureſtes; der Gegenſtand einer guten Handlung; das Bewußtſeyn der⸗