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„èDu mein Heiland!“« rief Nina verzagend:« Roſamunde iſt doch wohl todt!«„Roſamunde todt!« jammerte es oben, und der Hall von die⸗ ſem Echo ſäuſelte im Luftzuge des Gemäuers. O Roſamundel ſteht kein Traum des Himmels Dir vor der ſchlummernden Seele? ſagt das ſchwache Klopfen Deines Herzens Dir nicht? Wer nun gekommen ſey!— Aber Deine Augen haben ſich ihrem Glück geſchloſſen, Dein Mund ſchweigt tief— kalte Ruhe iſt der Schlaf Deiner Glieder, und unbewußt iſt das Liebſte Dir nahe.
Es hatte ziemlich lange gedauert, wenn es deſſenungeachtet doch wunderſam ſchnell gegan⸗ gen war— als der junge Mann wiederkam.
Der Schäfer des Dorfes, den er unter⸗ weges aufgetrieben und vermogt hatte, die Heerde in Gottes Obhut zu laſſen, folgte ihm mit einem Holzbauer. Sie hatten, ſo gut es eben möglich geweſen, eine Trage zuſammenge⸗ bracht. Schweiß rann von der Stirne des Jüng⸗ lings, ſeine Hand, in die er ſich am Geäſte der Bäume geriſſen, blutete. Er hatte das Unbe⸗ greifliche geleiſtet. Im Schloſſe wußten ſie be⸗


