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ein herabſehendes Verzeihen aus, womit ſie die Kurzſichtigkeit der Jugend bemitleidete. Schon war das Mädchen entlaſſen, da beſann die Ge⸗ neralinn ſich und ſprach:„warte noch ein wenig Kleine.“ Sie ſetzte ſich an den Schreibtiſch. Iſolda entzündete chemiſch eine Kerze, deren flackernder Schein ſeltſam gegen die herbſtliche Morgenbeleuchtung abſtach— Nelly ſtand wie auf glühenden Kohlen. Die Generalinn hatte nun geſchrieben, das Blatt kniſterte als die ge⸗ uͤbte Hand es brach. Sie ſiegelte und drückte den Petſchierring mit ſolch angeſtrengter Kraft in den ſchmelzenden Purpur des Lacks, als dächte ſte damit die kleine Grafenkrone unauslöſchlich dem wächſernen Herzen einzuprägen, das für jeden flachen Eindruck empfänglich, die Wappen ſei⸗ nes Ranges und Standes nicht immer anſchau⸗ lich genug bewahrte. Sie reichte das Billet dem harrenden Mädchen und ſprach:„Hier, mein Kind! iſt ein Geleitsbrief für Dich; ich hoffe, er
wird Dich in Zukunft ſicher ſtellen. Bei der naͤch⸗ ſten Ueberfahrt giebſt Du ihn meinem Enkel, noch
ehe er einen Fuß in den Kahn ſetzt. Grüße Dei⸗


