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Die Generalinn horchte beſtürzt.„Und was hätte mein Enkel Dir denn zu Leide gethan?⸗ fragte ſie verhörend; ein ſtrenger Blick auf das Mädchen gerichtet, forderte Wahrheit.
Dieſes entgegnete:„nun, zu Leide grade nichts; allein zu Liebe— das hat auch ſein Schlimmes. Sehen Sie nur, Frau Excellen⸗ zen,“ fuhr die Kleine dreiſter in dem Bewußtſeyn der Vertraulichkeit fort, durch welche ſie beleidi⸗ get zu ſeyn vorgab und jetzt wirklich beleidig⸗ te—:»der Lieutnant ließ mir nicht Luft, kuͤßte mich, da ich mich nicht wehren konnte: denn Un⸗ ſereins hat ſein Leben doch auch lieb!— und trieb lauter gefährliche Poſſen, mitten auf den Wellen. Wenn ich ihn ſchalt und warnte: dann ſagte er mir vorwitzig: er ſey kein Jude und könne ſchwimmen im ſchlimmſten Falle. Dann weinte ich bitterlich und ſprach: es ſey doch auch nicht chriſtlich, ein armes Mädchen ſo zu ängſten. Und nun ſchmeichelte er ſo lange, bis ich wieder gut war und zuletzt lachen mußte. Bald nannte er mich die Jungfrau am See, eine kleine trotz⸗ köpfige Undine; er weiß unzählige Schnurren


