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Der Colibri und Die Ruine : zwei Erzählungen / von Henriette Hanke, geb. Arndt
Entstehung
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ges, deſſen Carniol von langem abnützendem Ge⸗ brauch ein wenig entfärbt und auch im Stich des Wappens nicht mehr ganz kenntlich war wik⸗ kelte langſam das Geſpinnſt ab und legte es weich um den ſchwellenden Knäuel. Und wie die Rol⸗ len der Winde ſich leiſe bewegten, glich die Ge⸗ neralinn einer Parze, welche achtlos der Zeit, über dem Wandel der Sterblichen, in ſinnendem Ernſt ihr ewiges Geſchäft fördert und mit erha⸗ bener Ruhe die Fäden menſchlicher Schickſale ſchlingt. In dem geiſterblaſſen Angeſicht mogte einſt der Schönheit Lenz geblüht haben, in den tiefen Furchen der Züge lag eine verſchüttete Welt der Ausdruck von begrabenem Leid, von Stille, gab dieſer Phyſiognomie etwas Rühren⸗ des; die Augen der Matrone, geſegnet durch eine ſeltne Klarheit, blickten wie Sterne über einer Winterflur, in tiefer Anſchauung wahrſcheinlich in ein anderes Verhängniß als das, welches ſich

ſo ſanft und ſichtlich löſete. In dem räumlichen Zimmer herrſchte jene Ordnung, die ein ödes Gefühl erregt, indem ſie haͤusliches Walten und den Begriff der Gemäch⸗