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Sie bat, Sir Everard wolle ſie bis Mor⸗ gen⸗ oder mindeſtens doch noch einige Stun⸗ den verſchonen, mit dem Verſprechen, daß ſi⸗ ie Alles erzaͤhlen wolle, ſobald die heftige Erſchuͤt⸗ terung, welche dieſer Vorgang ihr erregte, ſo weit gelindert ſey, daß ſie uͤber den Gegenſtand ſprechen koͤnne; dagegen laͤugnete ſie auf das allerbeſtimmteſte, einen Brief von Roſalinde
bekommen zu haben.
Dieſer Zuſtand angſtvoller Ungewißheit war zut quaͤtend, um ertragen zu werden; Baßil bat deshalb den Prieſter, Margreien aufzufor⸗ dern, ſogleich zu erſcheinen und, was ſie von dem Geheimniße kenne, zu enthuͤllen. 4 „Ich glaube nicht, daß dieſe junge Dame den Geboten unſerer heiligen Kirche viele Ehr⸗ furcht zollt, doch will ich's verſuchen 74* ſagt
Pater Frank.
Er ging und kehrte nach einiger Zeit mit
MNakgrete zuruͤck, die nunmehr ihre Faßung
wiedergewonnen zu haben ſchien, wiewohl ihre Wangen bleich, ihre Augen aber roth und ge⸗ ſchwollen waren. Ihr reiches Gewand von dun⸗
kelrothem Atlas war um ihre ſchlanke Geſtalt
von einem goldenen Guͤrtel gehalten, den ein
Schloß von den prachtvollſten Diamanten be⸗


