39 die an das, was die Welt Puz nennt, gewoͤhnt ſind, und den nicht daran Gewoͤhnten beſteht, nahm des Druckers Tochter Abſchied, ſchlug ihren Faͤcher verkehrt zuſammen und ſtrauchelte auf dem weichen Fußteppich, der ihr ſchweres Auftreten gar zu nachgebend empfing.
„Alſo waren die Blumen, die an dem Mor⸗ gen ſo freudig und ſchoͤn auf meinem Tiſche prangten, ſein Geſchenk!“ ſagte Roſalinde gruͤ⸗ belnd,„und doch daͤucht mir, daß er mich, daß ich ihn ſcheue. Taͤglich kommen wir mit⸗ ten in der Geraͤuſchigkeit einer geſchaͤftigen Welt zuſammen; zuweilen ſpricht er, richtet mir Blicke zu, ſo wie an dem Tage, der ihn zum Retter meines Lebens machte.— Schande mir! daß ich nur denken wollte, ein ſo hoch⸗ ſinniger Mann, koͤnnte mit dem einfaͤltigen Maͤdchen ſein Spiel treiben! Armes Ding! freundlich und guͤtig war es von ihr, mich dieſerhalb zu beſuchen,— es war eine guͤtige Handlung von ihr,— und ich wollte ſie beleh⸗ ren, ſchmaͤlen!— ſie, die wahre und gutge⸗ waͤhlte Liebe fuͤr einen Mann ihres eigenen Standes näͤhrt,— ſie, welche vom dunkeln Sagenworte alten Aberglaubens, mit keinem Bann belegt iſt,— ſie, die ehrlicher Abkunft


