Teil eines Werkes 
3. Bd. (1836)
Entstehung
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kundig in Kraͤutern und merkwuͤrdigen Pflan⸗ zen.

S' iſt gut, wenn wir ſie wecken, ſagte Ralph.

Thu' das und frage, wo ſie wohnt.

Ralph ging ſogleich an's Werk, aber es war keine leichte Aufgabe, die Schlaͤferin zu wecken. Als ſie jedoch zulezt voͤllig erwacht war, erkannte ſie ihren alten Bekannten mit kindi⸗ ſcher Luſt; verneigte ſich ehrerbietig vor Sir Everard und dem Prieſter und blickte alsdann aͤngſtlich nach ihren Begleitern umher.

Auf die Frage:wo wohnſt Du? antwor⸗ tete ſie unter hervorſtuͤrzenden Thraͤnen:auf dem Kirchhofe mit meinem Kinde; dann blickte ſie Sir Everard wieder an, verneigte ſich noch einmal und ſagte:ich wollte gern vor Ihnen tanzen, Herr, doch ich kann nicht; meine Fuͤße ſind aufgeſprungen und angeſchwellt; doch glaube ich, daß ich Ihnen eines von den alten Liedern aus dem Forſte ſingen kann; nun ſtrengte ſie ihre Stimme an und ſang im hohen Discant eine Stanze aus einer Ballade, welche damals ſchon alt genannt wurde:

Denn ach! ihr Herze iſt gebrochen Und bald muß ſie im Grabe ſeyn.