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„Roſalinde, es koͤnnen morgen furchtbare Scenen vorfallen. Wollt Ihr mich nicht dem Himmel empfehlen? Wir ſehen uns vielleicht nie wieder.“
Sie ſaß in der tiefen Fenſterbruͤſtung einer jener Mauern, die fuͤr die Ewigkeit gebaut zu ſeyn ſchienen, und Sir Everard, der mit ſeiner Operation beſchaͤftigt war, drehte ihnen den Ruͤcken zu. Sie konnte nicht ſprechen, ſon⸗ dern reichte, von ihrem Gefuͤhle hingerißen,
Baſil die Hand, die er ergluͤhend an ſeine
Lippen druͤckte.
„So werdet Ihr fuͤr mich beten, Roſalinde?“ Sie hatte ihm als Erwiederung auf dieſe Frage faſt die Hand gedruͤckt, aber da ſtieg das Bild der Rahel Braun vor ihr auf, die gleich der Julie ſich uͤber den Balkon hinablehnte, und ſie zog ihre Hand zuruͤck und ſagte:
„Bittet Rahel Braun, daß ſie fuͤr Euch bete.“.
Sie hatte es jedoch kaum ausgeſprochen, als ſie ſich deßen ſchon ſchaͤmte. Sie erwog die Kleinlichkeit eines Vorwurfes in ſolcher Zeit, ſie ließ den Kopf ſinken und bedeckte ihr Ge⸗ ſicht mit beiden Haͤnden..
„Rahel Braun!“ erwiederte Baſil ſo laut,


