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Luſt hinanſtieg, redete er einige Worte zu ſei⸗ nen getreuen und ſchlichten Freunden, druͤckte ihnen eine Hoffnung aus, die er ſelber gewiß nicht empfand, naͤmlich bald wieder unter ih⸗ nen zuruͤck zu ſeyn.
„Wird mir die Ruͤckkehr nicht geſtattet,“ fuhr der ehrwuͤrdige Mann fort, ſchwieg, legte ſeine Hand auf des Sohnes Arm, fuͤhrte die⸗ ſen vor und ſagte mit bebender, tief erſchuͤt⸗ terter Stimme:
„Dann hinterlaße ich Euch einander!“
Unter der Menge, die herzudraͤngte, um die⸗ ſen Abſchied mit anzuſehen, blieb kein Auge trocken. In den Gaͤngen, Alleen und offnen Plaͤzen von Sydney⸗Luſt ſtanden Muͤtter, die ihre Kinder empor hielten, damit des alten Herrn Blick noch einmal auf ihnen ruhe und ſie ſegne; alte Maͤnner und alte Frauen kniee⸗ ten auf kalter Erde zur Seite des Weges, ſie riefen Gottes Gerechtigkeit zu ſeinem Schuze an, fleheten nicht um Gottes Barmherzig⸗ keit; junge Maͤnner draͤngten bis zu den Kutſch⸗ fenſtern heran, baten, daß es ihnen vergoͤnnt wuͤrde, ihn zu retten, oder in ſeiner Verthei⸗ digung ihr Leben zu opfern; nur mit der aͤu⸗


