280 Sie iſt die natuͤrliche Tochter von meines Va⸗ ters einzigem Bruder; dieſer war einer unge⸗ regelten, ſehr ſchoͤnen, umherziehenden Frau ungemein zugethan,— ſie folgte ihm uͤber— all, unter andern auch nach Irland und ſtarb,
wie ich glaube, bei der Geburt dieſes holden
Geſchoͤpfes; das Kind blieb mehre Jahre mit ſeiner Amme; aber auf dem Sterbebette er⸗ zaͤhlte mein Oheim die Umſtaͤnde meinem Va⸗ ter, der das Verſprechen gab, dieſes Kind zu beſchuͤzen,— und ſo iſt ſie hier. Mein Oheim war eine kraͤftige Stüͤze des Liberalismus, ei⸗ ner der Verehrer von Cromwell, Milton, Hampden und der ganzen Sippe; doch habe ich gehoͤrt, daß er Cromwell deßen Erhebung zum oberſten Staatsbeamten, nie verziehen hat; Koͤnig Karl aͤchtete ihn; wenn mein Vater
nun an Politik denkt,— was vieelleicht alle
ſechs Monate einmal der Fall iſt,— ſo be⸗
waͤhrt er ſich nicht ganz ſo eifervoll, als er
vielleicht gethan haben wuͤrde, wenn man mei— nen armen Oheim, unverlezt in ſeiner eingebil⸗ deten Glorie, gelaßen haͤtte.“
„Baſil,“ ſagte Cuthbert zur Antwort auf dieſe lange Rede,„es iſt wirklich guͤtig von Dir, mich, wie Du Dich recht großmuͤthig


