Teil eines Werkes 
1. Bd. (1836)
Entstehung
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ihre Anſpruͤche auf Schoͤnheit, nach den allge⸗ mein angenommenen und anerkannten Regeln beſtimmt werden ſollten; doch ihr ganz eigener feßelnder Zauber, beſtand in einem Spiele und lebenvollem Ausdrucke ihrer Zuͤge, die ein Maler unmoͤglich haͤtte auf ſeine Leinwand uͤbertra⸗ gen koͤnnen. Ihre Augen waren ſchwarz, die Zaͤhne weiß und glatt gereihet, die Stirn hoch und ſtrahlend, ihre Hautfarbe von wunder⸗ voller Reinheit, ihr Haarwuchs von aͤchtem, glaͤnzenden Nußbraun, reich, ringelnd und ſchwellend; es waren, die Mannichfaltigkeit ihrer kleinen Launen, der ſchnelle Wechſel von Gedanken und Gefuͤhlen, der emporſtrebende aber doch herzliche Ton ihres leidenſchaftlichen Gemuͤthes, die ihr Geſicht zum Sonnenweiſer der wahren Gedanken und des forſchenden Umſchweifens⸗ ihres Herzens machten; was ſie nur empſinden mogte, verkuͤndeten auch ihre beweglichen Geſichtzuͤge; Freude, Kummer, Hoffnung, getaͤuſchte Erwartung, Troz, Ehr⸗ furcht, Vergnuͤgen, Schmerz, eines verjagte das andere auf ihrem Geſichte, mit einer Deut⸗ lichkeit, welche Diejenigen fuͤr ihr kuͤnftiges Loos zittern machte, welche ſie liebten.

Was man jezt Erziehung nennt, that in je⸗