Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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über Dich felbſt ſeyn, und alle Augen Caſtiliens werden an ihm hängen. Und die Edeldame war ſehr ſchön, ſo ſchön wie meine Lady, aber nicht ſo weiſe, ſonſt hätte ſie nicht an die Jungfrau geglaubt. Die Edeldame ging alſo zu und immer zu, und die lieben Vöglein ſangen um ſie, und flatterten um ſie, und ſuchten auf dem ganzen Wege um ihre Gunſt zu buhlen. Da waren Vö⸗ gel darunter, von denen ich nie gehört habe, au⸗ ßer in dieſem Liede, mit diamantenen Augen, Flügeln von Rubinen und Füßen von Perlen, aber an jedem fand ſie etwas auszuſetzen, und

dachte immer, wie ſie weiter ging, noch einen

beſſeren zu finden. Und ſieh da, ſo kam ſie an das Ende des Haines und hatte noch keine Wahl getroffen, und da ſaß ganz zuletzt wer denkt Ihr, Mylady? ein ſchwarzer Geier, ein grauſames, falſches, häßliches Thier. Und ſie war gezwungen, ihn zu nehmen. Sie war bei manchem guten und ſchönen Vogel vorüberge⸗ gangen, und ihr ſüßer Geſang klang ihr noch in den Ohren, und doch war ſie gezwungen, dies garſtige Weſen zu nehmen. Denkt Euch den Schrecken, Mylady! Die arme Edeldame von Ca⸗ ſtilien erwachte und begann nun darüber nachzu⸗ denken, was der Traum bedeuten möge; und. nachdem ſie gebetet hatte, erinnerte ſie ſich, wie