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in jeder Verſuchung, vom Himmel begehren und erhalten können.“
„Mein Kind, nenne mich Deinen theuren Va⸗ ter, wie Du gewohnt warſt; und laß Deine ſü⸗ ßen Lippen auf meiner Hand ruhen, wie ſonſt, als noch Zärtlichkeit in ihnen lag. Du ſagteſt, Du wollteſt mir nicht fluchen, Konſtanze.“
„Gott ſegene, ſegene Euch, mein theurer Va⸗ ter!“ Sie küßte ſeine Hand, zündete die Lampe an und las einen Bußpſalm des Königs von Iſrael vor, als die Sünde und ihr Elend für ihn zu ſchwer zu tragen wurden.„Und nun,“ ſagte Kon⸗ ſtanze, als ſie ſah, daß ihr Vater ruhiger ge⸗ worden,„laßt uns beten, laßt uns zu der Quelle alles Erbarmens und aller Gnade flehen!“
„Ich kaun nicht beten,“ ſagte er,„meine Lip⸗ pen bewegen ſich, aber mein HOerz iſt hart.“
„Er wird uns zurecht leiten, der die Felſen erweichte, daß die Kinder der Verheißung in frem⸗ dem Lande von der labeudigen Quelle trinken konnten.“
Und ihr inbrünſtiges Gebet ſtieg a9f aus die⸗ ſem düſtern, gedrückten Zimmer zu dem Throne des Allmächtigen— ein Wiederhall des großen, ſich ſelbſt opfernden Geiſtes, deſſen reinſter Tem⸗ pel hienieden das Herz des Weibes iſt.
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