„Es iſt Wahnſinn,“ rief ſie endlich, die Arme ſinken laſſend,„es iſt Wahnſinn; grauſame Zauberei umgibt mich, aber ich will leiden und den Zauber brechen. Vater, ſeyd Ihr ein Mör⸗ der? Habt Ihr gemordet...“ und ſie flüſterte einen Namen ſo leiſe, als ob kein Hauch ihn zum Himmel tragen dürfe.
Der Baronet ſprang von ſeinem Size auf.„Es iſt falſch,“ ſchrie er,„es klebt kein Blut an mei⸗ ner Hand! ſieh hier! ſieh nur hier! Burrell hat keine Beweiſe— der ſchurkiſche Dalton,“ fügte er leiſe hinzu,„müßte mich denn betrogen ha⸗ ben, aber ich verübte die That nicht, das Blut kömmt auf ſeinen Kopf, nicht auf meinen. Kon⸗ ſtanze, mein Kind, Du biſt das einzige Weſen jetzt auf Erden, das mich lieben kann; fluche mir nicht, verachte mich nicht. Ich verlange nicht, daß Du Dich opferſt, um mich zu retten, aber fluche mir nicht, fluche Deinem Vater nicht!“
Der ſtolze Baronet ſank in den Staub zu ſei— ner Tochter Füßen, umklammerte ihre Kniee und wagte es nicht, den Blick zu ihr aufzuſchlagen. Sie ſprach nicht, ſie weinte nicht; ſie rührte ſich nicht, ihren Vater aufzuheben, ſondern glitt, in ihrem Trauerkleide, ſtill und ſtumm, wie ein Geiſt, aus dem Zimmer. Als ſie zurückkam, hatte ihr Gang ſeine Leichtigkeit, ihr Auge ſeinen Glanz


