— 45—
„Ei, und woher wißt Ihr das? Und weng Ihr es wißt, werdet Ihr es für genehm hal⸗ ten, mein Herr von der Trauer, Eure Weis⸗ heit auszukramen, da der, auf den ſie gewartet haben, Euch frägt?“
„Weil ich Euch kenne, Sir Walmott Burrell, ſpreche ich ſo frei,“ antwortete der junge Mann, ſich in den Sattel ſchwingend,„und wiederhole es, Eure Anweſenheit war nicht von Nöthen. Die Lady, wie Ihr wißt, liebte Euch nicht im Leben, und darum war es beſſer, Ihr entweih⸗ tet ihr Begräbniß nicht durch einen Schein er⸗ heuchelten Kummers.“
„Hier iſt ein Großſprecher!“ rief der An⸗ dere, ſich zu ſeinem Begleiter wendend.„Re⸗ det, wer ſeyd Ihr?“
„Das ſollt Ihr erfahren, guter Sir, wenn Ihr es am wenigſten wünſchen werdet,“ erwie⸗ derte der Fremde, ſein Pferd anziehend, wel⸗ ches ungeduldig ſchnaubte und ſtampfte; dann ließ er den Zügel fahren und wollte an Burrell vorüber nach der Landſtraße, aber dieſer rief ſeinem Begleiter zu:
„Halt ihn, halt ihn auf, Robin! halt ihn auf im Namen des Herrn! Das iſt ſicher einer von den Burſchen, die Sr. Hoheit nach dem Leben getrachtet haben— ein Freund der Gleich⸗


