— 26—
zahlt worden, Herr Dalton; ich habe nie die Arbeit eines Menſchen umſonſt angenommen.“
„Arbeit!“ wiederholte der Kapitain.„Arbeit kann bezahlt werden, aber was erſetzt Unſchuld, Herzensreinheit, ein gerechtes Leben?“
„Das Gold, welches Ihr erhalten habt, mit allem ſeinem üppigen, glänzenden Ueberfluſſe.“
„Es reicht nicht aus,“ antwortete der Kapi⸗ tain mit ſchmerzlich unterdrückter Stimme,„nicht alles läßt ſich erkaufen. Bin ich nicht in dieſem Augenblicke ein verbannter, verworfener Mann — gleich vertrieben von dem Tiſche des verdor⸗ benen Kavaliers und von den pſalmſingenden Pu⸗ ritanern dieſes ſehr veränderungsſüchtigen Lan⸗ des? Heute oder morgen kann ich an das Raaende eines Gemeinwohl⸗— Himmel ſtehe mir bei!— eines Gemeinwohl⸗Kreuzers gehängt werden! oder an einem Galgen von Sheerneß oder Queen⸗ borongh die Krähen verſcheuchen oder ein Exem⸗ pel an mir ſtatuiren laſſen für einen Seeraub auf der hohen See!“
„Aber warum treibt Ihr dies Handwerk? Ihr habt genug, anſtändig, ruhig zu leben.“
„Ruhig, ſeht Herr— ich bitte um Verzei⸗ hung— Sir Robert Cecil; eben ſo gut könnte eine von Mutter Carey's Küchlein eine Hühner⸗ ſteige hinaufklettern, als ich, Hugh Dalton, Ka⸗


