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Sigismund Forster / von Ida Gräfin Hahn-Hahn
Entstehung
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Jezt war er von ganz beſonders liebenswürdiger und ſcherz⸗ hafter Laune; denn er fühlte ſich ſeines Triumphes gewiß.

Gott! dachte Tosca, nachdem Ignaz endlich gegangen war;er iſt wirklich ein recht angenehmer und guter Menſch.. aber ich ſehe wirklich nicht ein, weshalb er noch immer wie an mich geſchmiedet iſt! wenn er doch zu ſeiner Mutter ginge... oder wohin er ſonſt wollte. Ich kann ja ſehr gut allein nach Trier reiſen.

Wenn ein tiefes und mächtiges Intereſſe ſich des Herzens bemeiſtert, ſo werden dadurch die Bande der gewöhnlichen freundſchaftlichen Theilnahme ſehr gelockert. Es müſſen eben ſo tiefe und mächtige Freundſchaften ſein, welche friſch wie der Phönix aus dem Scheiterhaufen auffliegen, den das Herz aus ſeinen früheren Schätzen und Kleinodien erbaut, und den es von den Flammen der Liebe gleichgültig verzehren läßt.

Der Juſtizrath Kleber kam früh am andern Morgen zu Tosca, und brachte ihr die Acte, die er für ſie nach ihrer Angabe aufgeſetzt hatte. Sie war ganz damit zufrieden, und behielt ſie, um ſie erſt an Sigismund, dann an Ignaz zu zeigen. Sie wünſchte, Jenen früher als Dieſen zu ſprechen,

für den Fall, daß er irgend eine Bemerkung oder Aenderung

an der Acte zu machen habe; und dann... hauptſächlich!... ſie wünſchte ihn zu ſehen. Er war ſeit dem Tode des Ge⸗ nerals noch nie zu ihr gekommen, ohne daß ſie ihn darum hatte bitten laſſen; und ſo that fie es auch jezt.

Sigismund kam ſogleich. Er hatte ſeinem Schwager zur

Eiſenbahn das Geleit gegeben, und Agathe durch ihn dringend

beſchwören laſſen, ihm morgen zu ſchreiben, ihn nicht länger zu quälen; er ſei wie auf der Folter. S. Forſter. 4