Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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Der Moͤnch und der Muſelmann. 287

Hierauf ſtreckte ihm der Moͤnch ſeine offene Hand hin mit aufgerichteten Fingern; und ſogleich zeigte der gelehrte Muſelmann ihm ſeine rechte Fauſt. Als der Moͤnch dann ſeine Finger wieder zur Erde ſenkte, oͤff⸗

nete dagegen der Muſelmann ſeine Hand wieder und

ſtreckte die Finger in die Hoͤhe. Der Moͤnch war mit dieſer Antwort des Muſelmanns zufrieden, zog den Beutel mit der Steuer unter ſeinem Kleide hervor, uͤber⸗ gab ſie dem Koͤnig und ging weg.

Der Koͤnig war neugierig zu wiſſen, was alle dieſe Gebaͤrden der Hand bedeuteten, und fragte des⸗ halb ſeinen Gelehrten. Dieſer antwortete:

O Koͤnig, als der Moͤnch mir die offene Hand vorhielt, wollte er damit ſagen:

Ich werde dir eine Ohrfeige geben. Da ballte ich ſogleich meine Fauſt, um ihm zu verſtehen zu ge⸗ ben, daß, wenn er mir eine Ohrfeige gaͤbe, er von mir einen Fauſtſchlag empfangen wuͤrde. Als er dar⸗ auf die Hand ſenkte und die Fingerſpitzen gegen den Boden ſtreckte, bedeutete dieſes:Wohlan! wenn du mir einen Fauſtſchlag gibſt, ſo werde ich dich zu mei⸗

nen Fuͤſſen hinſtrecken, und dich wie einen Wurm zer⸗

malmen. Alsbald hub ich meine Finger empor, um

ihm zu antworten: wenn er das thaͤte, ſo wuͤrde ich

ihn ſo hoch in die Luft ſchleudern, daß die Voͤgel ihn freſſen wuͤrden, bevor er wieder zur Erde kaͤme.

Auf ſolche Weiſe, Herr, fuͤgte der Gelehrte hinzu,