Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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Togrul⸗Bey und ſeine Söhne. 281

ſie mit Ruhm herrſchen und ihre Voͤlker begluͤcken werden.

Der Santon, nachdem er eine Viertelſtunde in Gebet und Betrachtung verharret, ſagte zu dem Sul⸗ tan:

Ich kenne die drei Prinzen deine Soͤhne und weiß ihre Gemuͤthsart; demnach ertheile ich ihnen fol⸗ gende Vorſchriften:

Du, Herr, ſprach er zu dem aͤlteſten,baue in jeder Stadt deines Reichs einen Palaſt, und zwar von Marmor und Eiſen, ſchmuͤcke ihn ſogar mit Zieraten von Gold und Diamanten; und du wirſt fuͤr den gluͤck⸗ lichſten und ruhmreichſten aller Sultane geachtet werden.

Zu dem zweiten Prinzen ſagte er:

Du heirathe taͤglich eine Jungfrau, und behalt ſie dann in deinem Harem; aber laß keinen Tag ohne dieſe Luſt voruͤber gehen, und du wirſt der gluͤcklichſte und freudenreichſte Sultan auf Erden ſein..

Was dich betrifft, ſagte er endlich zu dem drit⸗ ten,ſo durchaus keine andere Speiſen, als ſolche, die mit Milch, Butter und Honig zugerichtet ſind: ſo wirſt du dich vollkommener Geſundheit erfreuen, und deine Unterthanen werden dich ſegnen.

Togrul⸗Bey und ſeine Soͤhne waren hoͤchlich ver⸗ wundert uͤber dieſe Vorſchriften: aber der Santon ſtand in ſo hohem Rufe der Heiligkeit, daß man nicht umhin konnte, ihm zu gehorchen. Die drei Prinzen befolgten