Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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Die vierzig Veſyre. 277

O mein Sohn, nimm meine Stelle ein, welche ich dir mit Freuden einraͤume, du biſt wuͤrdig, zu

herrſchen.

Alsbald rief alles Volk dieſen Prinzen zum Koͤnig aus, der es ſo ſehr zu ſein verdiente, und alle Großen wuͤnſchten ihm Gluͤck zu ſeiner Thronfolge, und baten Gott, ſeine Herrſchaft zu ſegnen.

Sechshundert und ein und ſiebzigſter Tag.

Du erſiehſt aus dieſer Geſchichte, fuhr der ſechste Veſyr des Koͤnigs Hafikin fort,wie ſchwierig es iſt, uͤber den Ehebruch zu richten: gleichwohl will deine Majeſtaͤt auf eine einfache Anklage dem Prinzen Nur⸗ gehan das Leben rauben, der ein lebendiges Ebenbild des Aethiopiſchen Königsſohns iſt. Anſtatt ihn, auf die leichtſinnige Ausſage eines Weibes, hinrichten zu laßen, ſollteſt du ihm lieber verzeihen, ſelbſt wenn du unwiderſprechliche Beweiſe ſeines Verbrechens haͤtteſt, weil, nach einem Spruche des Korans, der fuͤr uns Gottes Wort iſt, diejenigen, die ihre Heftigkeit zuͤgeln, wenn es in ihrer Gewalt ſteht, ſich zu raͤchen, wohl verdienen, daß Gottes Zorn gegen ſie ſelber ſich beſaͤnftige.Wohl dem Manne, ſpricht Mahomed,