Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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8 592. Ta g.

wenn ich ſehr vergnuͤgt waͤre. Indeſſen ſann ich ſtaͤts

auf Mittel, dem Unheil zu entſchluͤpfen, welches mir

drohte. Als ich ſah, daß derjenige, deſſen Beute ich

geworden war, mich eben ſo verliebt in ihn waͤhnte,

als er es in mich war, ſo gab ich ein Beduͤrfnis vor.

5 Dn R⸗ nahm ein Licht, und fuͤhrte mich aus dem au e.

Ich wußte wohl, ſprach ſie zu mir,daß du nicht lange auf mich boͤſe ſein wuͤrdeſt; man muß an⸗ fangs zwar etwas zuͤrnen, das iſt ſo Gebrauch: aber morgen wirſt du mir ſogar herzlich danken.

Ich wuͤrdigte die Alte keiner Antwort; als ich aber weit genug von dem Hauſe zu ſein glaubte, um meinen Entwurf auszufuͤhren, ſo wußte ich geſchickt das Licht auszuloͤſchen, als wenn es zufaͤllig geſchaͤhe, und bat ſie hin zu gehen und es wieder anzuzuͤnden. Sie that es: und nun lief ich hurtig nach der Stelle hin, wo wir ans Land geſtiegen waren. Ich war noch nicht doort angelangt, als ich ſchon mehrere jener Unſeligen ſchreien hoͤrte, die mir nachliefen, mir riefen, und hoͤhn⸗ ten, daß man ihnen nicht ſo leicht entginge, als ich mir ſchmeichelte. Dieſe Worte verdoppelten meine Angſt; ich nahm meine Zuflucht zu Gott, und betete zu ihm:

Mein Gott, du fennſt die Rechtſchaffenheit mei⸗ nes Herzens: ich erwaͤhle einen gewaltſamen, aber ſchuldloſen Tod vor einem laſterhaften Leben!