Teil eines Werkes 
10. Bd. (1829)
Entstehung
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2 591. Ta g.

thun ſolle. Er umarmte hierauf ſeinen Sohn, und verſchied..

Der junge Dſcherberi, der noch nicht zwanzig Jahr alt war, hegte in ſeinem Herzen nicht lange den Stachel des Schmerzes, welchen der Verluſt eines ſo guten Vaters ihm haͤtte tief eindruͤcken ſollen. Außer der fahrenden Habe und den Haͤuſern, welche er erbte, fand er noch in einem Gewoͤlbe des Wohnhauſes fuͤnf mal hunderttauſend Zeckienen, welche in funfzig Gefaͤßen, jedes zu zehntauſend Stuͤck, bewahrt lagen. Dieſe Summe daͤuchte dem Juͤngling, der noch keine Be⸗ griffe von Reichthuͤmern hatte, die Schaͤtze Indiens; er uͤberließ ſich alſo jeglicher Verſchwendung, die ſich ihm darbot; er kaufte Frauen zu ſeinem Vergnuͤgen, und kleidete ſie praͤchtig; er hielt offene Tafel fuͤr alle junge Leute ſeines Alters, welche ihm beſtaͤndig den Hof machten und unablaͤßig ſeine Eitelkeit naͤhrten durch Lobpreiſungen ſeines Aufwandes, ſeiner Muſik, der Kdſtlichkeit ſeiner Weine und der Feinheit ſeiner Gerichte.

Eine ſolche Lebensweiſe hatte bald ſein ganzes Erbtheil verſchlungen. Als er alle ſeine Goldgefaͤße er⸗ ſchoͤpft hatte, verkaufte er ſeine Haͤuſer in der Stadt und ſeine Landhaͤuſer, und behielt noch die Frauen ſo lange als moͤglich. Aber zuletzt war er genoͤthigt, auch dieſe zu veraͤußern, um voͤllig ſeine Schulden zu

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