Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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18 523. Tag.

hinein zu treten, als ich in demſelben Augenblick einen Drachen erblickte, der mich anziſchte und auf mich los ſtuͤrzen wollte. Ich hatte keine andre Zuflucht, als ſchleunigſt den erhabenen Namen Gottes auszu⸗ ſprechen. Alsbald kam eine Stimme aus dem praͤch⸗ tigen Palaſt, welche zu mir ſagte:

O Mann von Medina, vernimm, daß dieſer Palaſt das fuͤr die Glaͤubigen beſtimmte Paradies iſt; wir preiſen darin unaufhoͤrlich Gott, und befinden uns hier ſeit der Zeit des Propheten Noah. Verdiene durch deine guten Werke, eines Tages bei uns zu wohnen, und erfreue dich des Gluͤcks, daß du bei dei⸗ nen Lebzeiten die Pforten des Paradieſes wenigſtens haſt ſehen duͤrfen.

Ich verließ, obwohl ungern, einen ſo ſchoͤnen Ort, wo ich Mahomed eher als irgendwo anders, finden durfte, und ich wanderte vier Tage und vier Naͤchte, ohne daß mir etwas begegnete. Am fuͤnften Tage er⸗ ſchien ein Juͤngling, der ſich freundlich mir nahte und mich fragte, wer ich waͤre. Waͤhrend ich ihm meine Geſchichte erzaͤhlte, ſetzte er mir zu eſſen vor, und lud mich ein, drei Tage und drei Naͤchte bei ihm zu blei⸗ ben. Ich willigte ein, denn ſeine Geſellſchaft beduͤnkte mich lieblich und ſuͤß wie Honigſeim. Am vierten Tage ſprach er zu mir:

Wenn ich dich wieder in deine Heimat braͤchte, was wuͤrdeſt du fuͤr mich thun?