Teil eines Werkes 
9. Bd. (1828)
Entstehung
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Abdal Motallab, der Weiſe. 11

Ich bat ihn um die Erlaubnis, mich an den Tiſch zu ſetzen, und nachdem ich ſie erhalten, ich von den Speiſen, welche ich koͤſtlich befand. Darnach wollte ich wiſſen, ob er ſtaͤts allein waͤre. Er ant⸗ wortete mir, Abuxlabas, einer der groͤßten Prophe⸗ ten Gottes, kaͤme manchmal, ihn zu beſuchen.

Kaum hatte er dieß ausgeſprochen, als ich dieſen heiligen Propheten wirklich ankommen ſah; er war weiß gekleidet, ſein Bart von großer Laͤnge und hoher Schzibeir der weichſte Raſen ſproß unter ſeinen Trit⸗ ten. naͤherte ſich mir, und wollte von mir wiſſen, wie ich hieher gekommen waͤre. Er vernahm aus meiner Erzaͤhlung, wie ſehr mein Herz ſchwankte zwi⸗ ſchen dem Wuͤnſche, wieder in Mekka bei meiner ge⸗ liebten Sesbet zu ſein, und dem Verlangen, den hei⸗ ligen Propheten zu ſehen. Ich war in Verzweiflung, als er mich belehrte, daß ich hundert und funfzig Jahre zu wandern haͤtte, um wieder hieher zu kom⸗ men; indeſſen erbot er ſich, mich heim zu geleiten.

Ich kann nicht heimkehren, ſagte ich zu ihm, nohne den Propheten geſehen zu haben.

Wohlan, ſagte er darauf,ich will ſehen, was ich thun kann, dir zu dienen.

In der That, nachdem er einige Zeit in einem kleinen Buche geleſen, welches er aus ſeinem Buſen zog, ſprach er zu mir: