292 612. Tag.
Sesbet wollte ſie gern anhoͤren; das Loos ent⸗ ſchied, in welcher Folge ſie erzaͤhlen ſollten, nachdem ſie ſie hatte ſchwoͤren laßen, ſich dem zu unterwerfen und ſich gegenſeitig friedlich anzuhren.“
„Wir wollen doch ſehen,“ unterbrach ſie Huddſchadſch, indem er ſich umwandte,„wie alles dieß ſich entwirren wird.“
„Herr,“ erwiederte Moradbak,„ich befuͤrchte ſehr, daß es deine Majeſtaͤt nicht befriedigen wird; die Geſchichten dieſer vier Ehemaͤnner haben etwas Einfoͤrmiges, ſie ſind voll von geheimnisvollen Dingen, welche gleichwohl jeder gute Muſelmann wiſſen ſollte...“
„Gleichviel,“ verſetzte der Koͤnig, nalle dieſe Dinge da, ſo ſchoͤn und nothwendig ſi ſie ſein moͤgen, ſchlaͤfern eben ſo gut ein, wie jedes andere. Erzaͤhle immer weiter, du weißt, daß ich nur einzuſchlafen wuͤnſche.“
„Aber, Herr,“ fuhr Moradbak fort,„ich wuͤnſchte wohl, daß deine Majeſtaͤt die Guͤte haͤtte, nachdem du die Geſchichten der vier Ehemaͤnner gehoͤrt, mir zu ſagen, welche davon dir am meiſten gefallen hat.“
„Das will ich dir ohne Muͤhe ſagen,“ antwortete ihr der Koͤnig:„entſcheiden iſt eins von den Dingen, welche ich am liebſten thue. Du kannſt immer an⸗ fangen, ich hoͤre dir zu.“
„Sesbet ſetzte ſich alſo in die Mitte ihrer vier Maͤn⸗ ner,“ fuhr Moradbak fort;„und da das Loos zuerſt auf Abdal Motallab gefallen war, nahm er alſo das Wort:


