Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Dakianos und die Siebenſchlaͤfer. 259

damit alle ſeine Unterthanen Zeugen ſeiner grauenvol⸗ len Beſtrafung waͤren. Sie ſchleppte ihn ſo auf den eiſernen Thron, welchen er zu ſeiner grauſamen Rache hatte errichten laßen: hier verzehrte ſie ihn ſtuͤckweiſe, die aͤußern Gliedmaßen zuerſt, und ſo ward Dakianos durch ſeine Quaalen ein furchtbares Beiſpiel der goͤtt⸗ lichen Strafe, welche ſeine Undankbarkeit und ſeine Gottloſigkeit verdient hatten. Die Schlange begab ſich hierauf wieder nach der Hoͤhle, ohne irgend jemand das geringſte Leid anzuthun, und alle Einwohner von Epheſus riefen ihr Dankſagungen nach, als ſie ſie nach der Hoͤhle zuruͤckkehren ſahen.

Mehrere Koͤnige folgten binnen hundert und vier⸗ zig Jahren dieſem Dakianos auf dem Thron, nach wel⸗ cher Zeit er von den alten Griechen eingenommen wurde, die ihn noch hundert neun und ſechzig Jahre beſaßen.

Als nun die Zeit des Schlafes der ſieben Schlaͤ⸗ fer erfuͤllet war, geſchah mit ihnen, was in den Buͤ⸗ chern dort oben geſchrieben ſtand: einer der ſieben er⸗ wachte in dem Augenblick, als die Morgenroͤthe an⸗ brach; er richtete ſich auf, und ſprach bei ſich ſelber: mich duͤnkt, ich habe wenigſtens vier und zwanzig Stunden geſchlafen. Und allgemach erwachten auch die uͤbrigen, und waren in demſelben Wahne.

Dſchemlicha, ſtaͤts lebhafter, als die uͤbrigen, ſprang auf, und war ſehr erſtaunt, als er den Zugang