Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 53

Ich will euch eure gute Laune und alle Anmuth derſelben wieder verſchaffen, ſie ſoll durch zwei und dreißig aufgereihte Perlen hervor leuchten: laßt mich mit dem Finger in euern Mund fuͤhlen.

Oh! welches Gluͤck! es iſt kein einziger Stift ſtecken geblieben. Noch niemals hatte ich eine beſſere Gelegenheit, Ehre einzulegen. Setzet euch.

Hierauf zog er aus einer Schachtel drei oder vier Gebiſſe, waͤhlte eins aus, und ſagte:

Dieß hier paßt gerade fuͤr euch. Als ich es verfertigte, dachte ich an einen ſo niedlichen Mund, als der eurige; ihr ſeht, daß ich zuweilen huͤbſche Gedanken habe.

Indem er dieß ſagte, befeſtigte er ihr mit ge⸗ ſchickter Hand das Gebiß in dem Munde, welches durchaus fuͤr ſie gemacht ſchien; und es war, als wenn es darin Wurzel gefaßt haͤtte, ſo feſt ſchien es darin zu haften. Die Sklavinn nahm einen Spiegel, beſchaute ſich, und war entzuͤckt:

f Wie⸗ ſprach ſie,und ich koͤnnte auch damit eſſen?

Verſuchet es nur, hier ſteht Obſt und Kuchen auf dem Tiſche.

Aber... wahrhaftig ich eſſe; ach! das iſt koͤſt⸗ dch. Ah! ich werde nimmer lachen, ohne an euch zu denken.