Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask.

Dieſe Leute verrichten oft in den abgelegenen Ka⸗ ravanſereien Wunderdinge, oder vielmehr die Natur dient ihnen manchmal eben ſo gut, wie viel geſchickte⸗ ren Aerzten als ſie.

Der Balſamkraͤmer, der die Welt kannte, drang vermittelſt eines Goldſtuͤcks durch die Wache des aͤußer⸗ ſten Hofes des Palaſts; im Umſehen hatte er ein ſchoͤnes, aber haarſchlechtiges Pferd geheilt, welches man nur zum Staat in dem Marſtall behielt. Er beſchnitt zweien Hunden die Ohren, zweien Katzen die Schwaͤnze, und half einem Papagei, der die fallende Sucht hatte. Ein alter Verſchnittener kam, und ließ ſich drei Zahnſtumpfen ausziehen; der Zahnbrecher hielt ſie in der Hand, zeigte ſie, und ſagte dabei mit einem mehr als ſpaßhaften Ton:

Wer hat noch dergleichen zu viel? ich ziehe ſie aus: wem beliebt davon? ich habe Vorrath.

Als der Fiſch, nachdem er dem Chalyfen gezeigt worden, in die Hände des Kochs uͤberging, war der gewandte Marktſchreier, vermittelſt einer Menge kleiner Kunſtſtuͤcke, ſchon bis in den dritten Hof des Palaſts gedrungen. Hier ward er auf der Stelle ein Gegen: ſtand der Beluſtigung fuͤr die jungen Edelknaben; ſie warfen alle Baͤlle nach ihm, womit ſie eben ſpielten; er fing ſie in der Luft auf und ſammelte ſie in ſeiner Muͤtze. Sie kamen heran und thaten als wollten ſie die Baͤlle wieder von ihm nehmen, hefteten ihm aber