Teil eines Werkes 
8. Bd. (1828)
Entstehung
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Schahadildin von Damask. 4

den iſt, ohne daß ihr befuͤrchten duͤrfet, ſeinen Schlaf zu ſtoͤren; denn er ſchlaͤft nicht. Ihr muͤßt euch dann kurz faſſen, mit folgenden Worten:

Mein Roſenkranz, den ihr hier ſehet, koͤnnte alle eure Feinde erdroſſeln; Mahomed wuͤrde ihn den Ra⸗ chegeiſtern in die Haͤnde geben: aber ihr muͤßt mit Ruhm aus einer mit Gerechtigkeit begonnenen Unter⸗ nehmung hervorgehen. Eure Hand iſt ſchwer auf ei⸗ nen Haufen Betruͤger und Raͤuber niedergefallen: wol⸗ let ihr nunmehr in Frieden uͤber Damask herrſchen und eure Krone auf eure Nachfolger vererben?

Er wird ohne Zweifel ſagen, daß er dieß wuͤnſche, und ihr fahret dann fort:

Ich ſtrenge alle meine Kraͤfte an, euch zu die⸗ nen; ich will die Krone euch und eurer Nachkommen⸗ ſchaft verſichern: dafuͤr hoffe ich aber, werdet ihr mir eine Bitte nicht verſagen, naͤmlich, eurem Sohne mei⸗ ne Enkelinn Yatiſſa, die ſchoͤnſte und ſittſamſte aller Jungfrauen in Damask, zur Gattinn zu gebend Schik⸗ ket den Oberſten eurer Verſchnittenen nach meinem Hauſe: man wird dort einen ehrwuͤrdigen Greis fin⸗ den, der unſer Verwandter iſt. Der Oberſte der Ver⸗ ſchnittenen ſoll meine Tochter abholen und ſie ver⸗ ſchleiert in einer Saͤnfte herbringen; und der Ver⸗ wandte ſoll die Erlaubnis haben, ihr zu folgen. Zu gleicher Zeit laßt den Kadi holen: und wenn unſere Kinder ſich gegenſeitig gefallen, ſo iſt alles abgethan.