Schahadildin von Damask. 39
legt, und wollte ihren Roſenkranz dazu legen, als ſie ihren Pilger eintreten ſah:.
„Schon zuruͤck?“ fragte ſie ihn.—
„Ja, der Eifer und das Verlangen, euch zu die⸗ nen, und die Gelegenheit, welche ſich dazu bietet, fuͤh⸗ ren mich ſchon wieder her. Leget euern Roſenkranz nicht ab, meine Heilige, wir beduͤrfen bald noch ſei⸗ ner. Erlaubet, daß ich mit der Scheere ein kleines Ende von der Schnur abſchneide, worauf er gezo⸗ gen iſt; ihr werdet ſehen, daß alles, was gut an ſich iſt, auch ſeinen Nutzen hat. Setzen wir uns und re⸗ den weiter davon. G
Der Koͤnig von Damask iſt verloren, wenn ihr ihm nicht zu Huͤlfe eilet: aber unter der Bedingung, wenn er ſeinen Sohn zum Gemahl eurer Enkelinn ma⸗ chen will, ſo koͤnnt ihr ihm ſeinen Kopf und ſeine Krone verbuͤrgen, und daß er an ſeinen Feinden voll⸗ ſtaͤndig ſoll gerochen werden.“
„Und worauf hin ſollte ich ihm dieſe Zuſicherung geben?“ fragte meine Urgroßmutter.—
„Ihr muͤßt folgende Wendung dabei nehmen: er habe euch an euren Feinden, dem Nakib und den Ober⸗ haͤuptern der Fakire und Derwiſche gerochen, und der Himmel habe euch zu erkennen gegeben, daß er euch dazu erkoren, ihn an den ſeinignn zu raͤchen.
Meine Gebete, Herr,“ muͤßt ihr ſagen,„und vor allen mein Roſenkranz, den ihr hier ſehet, ſind das


